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RECHTLICHER RAHMEN

Was in Zermatt überhaupt gebaut werden darf

Raumplanung, Landwirtschaftszonen und das Ende neuer klassischer Zweitwohnungen

Kurz-Einleitung für Schnellleser:

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In der Schweiz ist streng geregelt, wo gebaut werden darf. Landwirtschaftsflächen ausserhalb der Bauzonen sind grundsätzlich keine Bauplätze für Wohnhäuser. Gleichzeitig verbietet das Zweitwohnungsgesetz in Gemeinden wie Zermatt neue klassische Zweitwohnungen. Neue Projekte müssen darum sehr sorgfältig geplant werden: innerhalb der bestehenden Bauzonen, rechtlich sauber, klar ausgerichtet auf Erst- und Personalwohnungen. 

 

Umfassender Text

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Das Raumplanungsgesetz teilt die Schweiz in Baugebiete und Nichtbaugebiete. Bauzonen sind für Wohnen, Arbeiten und Infrastruktur vorgesehen. Landwirtschaftszonen und andere Nichtbauzonen sollen in erster Linie frei von neuen Wohnbauten bleiben und der Landwirtschaft, dem Landschafts- und Naturschutz und der Erholung dienen. Neue Bauzonen einzuzonen ist heute politisch und rechtlich sehr schwierig und nur in gut begründeten Ausnahmefällen möglich.

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Dazu kommt das Zweitwohnungsgesetz (ZWG):

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  • In Gemeinden mit hohem Zweitwohnungsanteil – wie Zermatt – sind neue klassische Zweitwohnungen stark eingeschränkt.

  • Die Gemeinde Zermatt hat ein eigenes Reglement über den Erst- und Zweitwohnungsbau (REZB), das klar definiert, was als Erstwohnung gilt: Wohnungen, die von Personen mit ständigem Wohnsitz in der Gemeinde genutzt werden oder von Personen, die sich aus beruflichen oder schulischen Gründen vorübergehend hier aufhalten und eine Aufenthaltsbewilligung haben.vs.ch+1

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Alle übrigen Wohnungen gelten als Zweitwohnungen – unabhängig davon, ob sie von Eigentümerinnen oder Mieterinnen genutzt werden, ob möbliert oder nicht, ob kurz- oder langfristig vermietet. 

Das heisst:

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  • Neue Luxuswohnungen, die nicht touristisch bewirtschaftet werden, müssen rechtlich als Erstwohnungen bewilligt werden – inklusive Eintrag der Nutzungsbeschränkung im Grundbuch. 

  • Wer eine solche Wohnung kauft, muss seinen Hauptwohnsitz in Zermatt anmelden, um die Vorgaben zu erfüllen.

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Wer Lösungen für den Wohnungsmarkt in Zermatt vorschlägt – ob Wolkenkratzer oder Wildsteg – muss sich in diesem engen Rahmen bewegen.

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