WOHNRAUM IN ZERMATT
Zermatt: Tourismus auf Weltklasse-Niveau – aber kaum Platz zum Wohnen​
Warum Einheimische und Mitarbeitende selbst im Tal kaum noch zahlbare Wohnungen finden
Kurz-Einleitung für Schnellleser:
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Zermatt ist eine der bekanntesten Tourismusdestinationen der Welt. Doch wer hier aufgewachsen ist oder arbeitet, findet kaum noch eine bezahlbare Wohnung. Einheimische, Angestellte in Hotels, Restaurants, Läden, Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben werden immer weiter aus dem Dorf und das Tal hinuntergedrängt. Ohne konsequent für Einheimische und Personal geplanten Wohnraum droht Zermatt zu einem Ort zu werden, in dem viele arbeiten – aber immer weniger wirklich leben können.
Umfassender Text
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Zermatt steht international für Spitzen-Tourismus: Matterhorn, Bergbahnen, Hotels, Restaurants, Events. Die Wertschöpfung ist hoch, die Zahl der Arbeitsplätze beeindruckend. Doch all das braucht etwas sehr Grundsätzliches: Menschen, die hier arbeiten – und irgendwo wohnen müssen.
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Genau hier liegt das Problem:
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Die Leerwohnungsziffer ist extrem tief, faktisch gibt es fast keine freien Wohnungen.
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Die Mieten sind hoch, vor allem für kleinere, einfache Wohnungen.
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Einheimische, junge Familien und langjährige Mitarbeitende finden kaum bezahlbaren Wohnraum.
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Betriebe berichten, dass sie Stellen nicht besetzen können, weil neue Mitarbeitende trotz unterschriebenem Vertrag keine Wohnung finden. Wer bereits hier arbeitet, muss Lücken kompensieren – die Belastung steigt.
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Immer mehr Menschen wohnen deshalb in Täsch, Randa oder weiter unten im Tal. Das bedeutet:
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Mehr Pendelzeit, mehr Kosten, weniger Lebensqualität.
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Weniger Identifikation mit Zermatt als Lebensort.
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Höheren Druck auf den Wohnungsmarkt im ganzen Tal.
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Die Gemeinde hat reagiert und verlangt bei gewissen Neubauten oder Erweiterungen die Schaffung von Personalwohnungen. Das ist wichtig – aber es reicht nicht. Es braucht ein grosses, klares Wohnprojekt, das eines ins Zentrum stellt:
Wohnraum für die Menschen, die Zermatt am Laufen halten.
Nicht für Spekulation, nicht für leere Luxuswohnungen.
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Dafür steht die Idee des Wildsteg.